Triff deine Wahl! – Für eine starke Stimme im LH-Aufsichtsrat
LH-Aufsichtsratswahl #ARW2018

Reminder zur Bereichsgründung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir Euch an unsere Mitgliederversammlung zur Konstituierung des Bereichs Technik der IGL am 26.06.2018 um 17 Uhr in unserer Geschäftsstelle in der Farmstraße 118 in Mörfelden-Walldorf erinnern. Zudem erhaltet ihr hiermit die finale Tagesordnung. Es sind keine Anträge aus der Mitgliedschaft eingegangen, sodass es keine Änderungen an der Tagesordnung gegeben hat.


Finale Tagesordnung:

TOP 1.) Eröffnung der Sitzung, Wahl Sitzungsleitung und Protokollführung

TOP 2.) Diskussion, Aussprache und Beschlussfassung über das Bereichsstatut des Bereichs Technik der IGL inklusive Regelungen zu Größe und Verfasstheit des Bereichsvorstands. Den Entwurf für das Bereichsstatut findet ihr hier zum Nachlesen.

TOP 3.) Wahl des Bereichsvorstands

TOP 4.) Wahl der Delegierten für den Bereich Technik

TOP 5.) Sonstige Aussprache


Das geplante Ende der Veranstaltung ist um 20 Uhr.
Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.


Viele Grüße

Nicoley Baublies und Thorsten Spreu

Infoserie rund um IGL und Kabine



Die Kabine hat eine entscheidende Rolle zur Entstehung der IGL gespielt. Innerhalb der Kabine gibt es allerdings noch viele Fragezeichen, welche Vorteile die IGL bringt und welche Auswirkungen auf UFO zukommen.

In einer 3-teiligen Info-Serie sollen deshalb offene Fragen rund um die Kabine in der IGL und das Verhältnis zu UFO beantwortet werden: von den fünf wichtigsten Gründen für IGL, über die Folgen der kürzlich beschlossenen Satzungsänderung der IGL bis zu den Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen in einer FAQ. Teil 1 beschäftigt sich zunächst damit, was die IGL mit Europa zu tun hat.

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Lufthansa Technik stoppt Unterschriftenaktion durch Polizei



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Unterschriftenaktion war offensichtlich zu erfolgreich. Wie angekündigt haben wir uns vor die Tore gestellt, um auch persönlich um Eure Unterstützung zu bitten, weshalb wir heute in Hamburg vor Ort waren. Nachdem wir bereits seit dem frühen Morgen gute Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen in Hamburg hatten und fleißig Unterstützer fanden, wurden wir am Nachmittag des Geländes verwiesen.

Natürlich hat Lufthansa das Hausrecht, es ist allerdings ein interessantes Zeichen, dass die Geschäftsleitung zu solchen Mitteln greift, um eine Gewerkschaft an der Arbeit zu hindern. Wir wollten eine Begründung für diesen Verweis, am besten schriftlich haben, was uns rundweg verweigert wurde. Stattdessen wurde die Polizei gerufen. Die Beamten haben uns zu verstehen gegeben, dass sie zwar nicht nachvollziehen können, weshalb LH derart agiert, sie aber keine andere Möglichkeit haben, als dem Wunsch von LH Folge zu leisten.

Offensichtlich ist LH jedes Mittel recht, um ihre „funktionierende Tarifpartnerschaft“ mit ver.di zu schützen. Die Interessen der Mitarbeiter, die sich von ver.di schlecht vertreten fühlen, sollen kein Gehör finden. Es reicht also nicht, dass wir stärkste Kraft im Betriebsrat werden, Unterschriften für unsere Sache sammeln und ordentlich zu Verhandlungen auffordern – LH kämpft mit harten Bandagen. Wir werden uns davon nicht aufhalten lassen. Wir sind uns sicher, dass ihr das ebenso wenig macht.

Nach den heutigen Ereignissen verlängern wir die Unterschriftenaktion um zwei Wochen. Damit auch die Kolleginnen und Kollegen eine Chance zur Unterstützung haben, die wir nicht mehr erreichen können.

Viele Grüße

Eure IGL und TGL

Für Euch heute aus Hamburg:

Dieter Conradi, Christian Picha, Jürgen Becherer, Daniel Flohr

Einladung zur Mitgliederversammlung zur Konstituierung des Bereichs Technik der IGL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir Euch zur Mitgliederversammlung zur Konstituierung des Bereichs Technik der IGL am 26.06.2018 um 17 Uhr in unserer Geschäftsstelle in der Farmstraße 118, 64546 Mörfelden-Walldorf, einladen. Eingeladen sind alle ordentlichen Mitglieder der IGL, die gleichzeitig Mitglied der TGL sind und damit dem Bereich Technik zugeordnet werden. Eine Stimmrechtsübertragung ist grundsätzlich möglich.

Vorläufige Tagesordnung:

TOP 1.) Eröffnung der Sitzung, Wahl Sitzungsleitung und Protokollführung

TOP 2.) Diskussion, Aussprache und Beschlussfassung über das Bereichsstatut des Bereichs Technik der IGL inklusive Regelungen zu Größe und Verfasstheit des Bereichsvorstands.

Hinweis: Der Entwurf für das Bereichsstatut wird spätestens mit der finalen Tagesordnung zwei Wochen vor der konstituierenden Mitgliederversammlung des Bereichs Technik übersendet.

TOP 3.) Wahl des Bereichsvorstands

TOP 4.) Wahl der Delegierten für den Bereich Technik

TOP 5.) Sonstige Aussprache

Das geplante Ende der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Mitglieder können bis zum Ablauf des 12.06.2018 eigene Anträge zu diesen Tagesordnungspunkten einreichen. Dazu genügt eine Mitteilung an info@igl.aero - wir werden eingehende Anträge umgehend bestätigen. Wer es vorzieht, Anträge schriftlich einzureichen, kann diese selbstverständlich auch per Post an IGL e.V., Farmstraße 118, 64546 Mörfelden-Walldorf schicken.

Viele Grüße

Nicoley Baublies und Thorsten Spreu

Lufthansa Technik lehnt Verhandlungen erneut ab
Jetzt Zeichen setzen für unsere Interessen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie angekündigt haben wir die Lufthansa Technik erneut zu Verhandlungen aufgefordert. Wir wurden nicht enttäuscht, denn die Antwort fiel mit einer Absage aus wie erwartet. 

Doch wir möchten die Worte des Arbeitgebers für sich sprechen lassen: "Es gibt (…) keinen Anlass, weder von der funktionierenden Tarifpartnerschaft mit (…) ver.di Abstand zu nehmen noch Tarifverhandlungen mit der (...) 'Industriegewerkschaft Luftverkehr' (…) aufzunehmen – ebenso wie aktuell keinerlei Grundlage und Raum für die Ihrerseits angedeutete Eskalation bestehen dürfte."

Dieser eine Satz fasst das verzerrte Bild des Gegenübers zusammen. Nicht nur, dass Ihr uns als stärkste Kraft in die Betriebsräte in Frankfurt und Düsseldorf gewählt habt, wo wir jetzt auch in Frankfurt den Vorsitz stellen und endlich einen Wechsel einleiten. Vielmehr wird der nächste und längst überfällige Schritt an den Tariftisch durch den Arbeitgeber einfach negiert. Denn wir haben offensichtlich nicht nur eine Mehrheit, sondern auch Euer Mandat und Vertrauen, um in Eurem Sinne zu verhandeln. Der letzte Abschluss hat gezeigt wie nötig es ist, dass wir die Interessen der Technik am Tariftisch selbst durchsetzen.

Dieses Bedürfnis, genauer gesagt Euer Bedürfnis, wird vom Arbeitgeber jedoch offen ignoriert. Vor dem Hintergrund des letzten Abschlusses und Eurer Rückmeldungen ist es blanker Hohn, von einer funktionierenden Tarifpartnerschaft zu sprechen und obendrein keinerlei Grundlage für Euren Unmut zu sehen. Wieder einmal bestätigt sich, dass Lufthansa nicht an einem sozialpartnerschaftlichen Umgang interessiert und Druck die einzig verständliche Sprache ist.

Der Abschluss im öffentlichen Dienst ist ein weiterer Beleg, dass wir unsere Interessen selbst wahrnehmen wollen und müssen. Denn das Gießkannenprinzip von ver.di ist nicht einfach nur eine Lufthansaerscheinung. Anstatt die drängenden Probleme am Tariftisch anzugehen, wird einfach nur Geld in die Menge geworfen. Insbesondere den Kolleginnen und Kollegen an den Flughäfen ist allein mit einer Gehaltserhöhung nicht geholfen. Unterschiedlichste Arbeitsbedingungen werden wild hinter den Wünschen des Arbeitgebers hertarifiert. Durch das System der breiten Geldbeglückung werden die Unwuchten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allerdings nur verschlimmert. Wer also glaubt, dass mit der vermeintlich funktionierenden Tarifpartnerschaft irgendwann eine Änderung kommt, glaubt vergebens. Die Politik des "Rumwurschtelns" und "Ungleichheitenschaffens" ist hier Selbstverständnis.

Es beginnt: Mit Eurer Unterschrift für den Wechsel

Wir sehen also sehr wohl Grundlage und Raum für eine Eskalation. Im ersten Schritt werden wir dem Arbeitgeber beweisen, dass wir Euer Mandat nicht nur in den Betriebsräten, sondern auch am Tariftisch haben. Dazu starten wir eine Unterschriftenaktion mit der wir klarmachen, wer Eure Interessen vertritt.

Ab heute, dem 30.04.18, sammeln wir für vier Wochen Eure Unterschriften an allen Standorten, denn wir sind überzeugt, dass nicht nur Frankfurt genug hat. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir gemeinsam auf Betriebsversammlungen, Demos, Infoveranstaltungen und eventuell auch mit Arbeitskämpfen unseren Willen beweisen müssen.

Für alle, die nicht warten können, haben wir auch eine Möglichkeit zur Unterschrift online eingerichtet. Unter folgendem Link könnt Ihr uns mit einem Klick auf unserem Weg unterstützen: https://bitly.com/lht-petition

Bitte beachtet: Wir nutzen für die Onlinevariante eine Google-Lösung. Wer das nicht möchte, kann natürlich auch vor Ort im Betrieb seine Unterschrift abgeben. Die Listen werden nur von uns bekannten Vertrauensleuten, Funktionären und Gremienmitgliedern aufbewahrt. 

Unser Anschreiben und die Antwort des AGVL (in Vertretung für LH) findet ihr hier im Original als PDF: Anschreiben / Antwort

Eine kurze Erklärung zum AGVL: Der Arbeitgeberverband Luftverkehr ist ein Spitzenverband, der die Tarifverhandlungen für den Lufthansakonzern führt. Insofern ist es formal richtig, dass wir auf unser Schreiben eine Antwort vom AGVL erhalten. Doch nicht täuschen lassen: Im AGVL ist nur Lufthansa drin. Wenn wir also vom Arbeitgeber oder der Lufthansa Technik schreiben und sprechen, dann ist auch Lufthansa Technik gemeint, selbst wenn die Antworten auf unsere Schreiben vom AGVL verfasst und versendet werden.

Viele Grüße

Eure IGL

Mitgliederversammlung
am 09.05.2018

Liebe Mitglieder,

hiermit möchten wir Euch an unsere Mitgliederversammlung am 09.05.2018 um 16 Uhr in unserer Geschäftsstelle in der Farmstraße 118 in Mörfelden-Walldorf erinnern. Zudem erhaltet ihr hiermit die finale Tagesordnung. Es sind keine Anträge aus der Mitgliedschaft eingegangen, sodass es lediglich redaktionelle Anpassungen an den Tagesordnungspunkten gegeben hat.

 

Finale Tagesordnung für die Mitgliederversammlung der IGL am 09.05.2018:

TOP 1.) Eröffnung der Versammlung, Wahl Sitzungsleitung und Protokollführung

TOP 2.) Geschäftsbericht des Vorstands

TOP 3.) Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für die Geschäftsjahre 2015 und 2016

TOP 4.) Nachwahl des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Wahlvorschlag Thorsten Spreu

PAUSE

TOP 5.) Änderung der aktuellen Satzung. Diskussion, Aussprache und Beschlussfassung über die Satzungsänderung.

TOP 6.) Sonstige Aussprache

Die geplante Satzungsänderung findet ihr hier zum Nachlesen.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen und verbleiben mit vielen Grüßen

Nicoley Baublies
Vorsitzender des Vorstands

Siegfried Trissler
ehem. Stellvertretender Vorsitzender 

Einladung zur IGL-Mitgliederversammlung – Ausblick – Aktuelles

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir Euch über anstehende Veränderungen informieren sowie zur Mitgliederversammlung am 09.05.2018 in unserer Geschäftsstelle in der Farmstraße 118, 64546 Mörfelden-Walldorf, einladen.

 

Doch zunächst beginnen wir mit einer Meldung in eigener Sache:

Siegfried Trissler ist im März von seinem Amt als Vorstand der IGL zurückgetreten. Siggi hatte diesen Schritt schon länger angekündigt und ist der Sache zuliebe noch eine ganze Weile länger geblieben als ursprünglich geplant.

Siggi ist ein IGLer der ersten Stunde und hat vom ersten Vorbereitungstreffen die IGL mit aus der Taufe gehoben. Wir möchten uns an dieser Stelle für seine Zeit und Energie bedanken, die er in die Gründung der IGL steckte.

Auf der Mitgliederversammlung, zu der wir weiter unten in diesem Schreiben einladen, wird die Mitgliedschaft über die Nachfolge im Vorstand entscheiden. Wir freuen uns, dass sich Thorsten Spreu, ebenfalls Mitglied des Vorstands bei TGL und Vorsitzender des Betriebsrats der LHT Frankfurt, zur Wahl stellt.

Auf der Mitgliederversammlung sollen ebenfalls Teile der Satzung geändert werden. Sobald die geänderte Satzung durch das Registergericht genehmigt und eingetragen ist, werden schnellstmöglich die Bereiche Technik und Kabine gegründet. Für diejenigen Mitglieder, die nicht direkt einem Bereich zugeordnet sind, wird ebenfalls eine Versammlung abgehalten, um einen Vertreter für den Vorstand zu bestimmen. Aus diesen dann zwei Bereichen und dem gewählten Vorstand werden schließlich satzungsgemäß die Vorstände für den (Gesamt)-Vorstand gestellt.

 

Vorbereitungstreffen zur Satzungsänderung

Wie bereits erwähnt, gibt es Pläne zur Änderung der IGL-Satzung. Wir möchten hiermit alle interessierten Mitglieder der IGL einladen am 24.04.2018, um 16 Uhr in der IGL-Geschäftsstelle (Farmstraße 118, 64546 Mörfelden-Walldorf), die erarbeiteten Ideen zur Satzungsänderung mit den Verantwortlichen zu besprechen. Bitte meldet Euch unter info@igl.aero formlos an, damit wir planen können.

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

Am 09.05.2018 um 16 Uhr wird dann, ebenfalls in der Geschäftsstelle der IGL, die Mitgliederversammlung stattfinden. Eingeladen sind alle ordentlichen Mitglieder der IGL. Eine Stimmrechtsübertragung ist grundsätzlich möglich.

Tagesordnung:

TOP 1.) Eröffnung der Versammlung, Wahl Sitzungsleitung und Protokollführung, Beschluss der Tagesordnung

TOP 2.) Geschäftsbericht des Vorstands

TOP 2.) Nachwahl des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden

TOP 3.) Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für die Geschäftsjahre 2015 und 2016

TOP 4.) Änderung der aktuellen Satzung. Diskussion, Aussprache und Beschlussfassung über die Satzungsänderungen. Die geplanten Änderungen findet Ihr hier.

TOP 5.) Sonstiges

Das geplante Ende der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Mitglieder können bis zum Ablauf des 24.04.2018 eigene Anträge zu diesen Tagesordnungspunkten einreichen. Dazu genügt ein Schreiben an info@igl.aero - wir werden eingehende Anträge umgehend bestätigen. Wer es vorzieht Anträge schriftlich einzureichen, kann diese selbstverständlich auch per Post an: IGL e.V., Farmstraße 118, 64546 Mörfelden-Walldorf schicken.

 

Warum Satzungsänderungen?

Sowohl in der täglichen Arbeit als auch durch Einschätzung von Juristen ist es sinnvoll die Gründungssatzung an einigen Stellen zu ändern. IGL ist vielen Arbeitgebern und den Flächengewerkschaften des DGB ein Dorn im Auge. Daher wurde von außen viel Energie und Geld investiert, um mit Gutachten zu manifestieren, dass man sich schon aus formalen Gründen nicht mit uns auseinandersetzen muss. Viele Vermutungen von Arbeitgebern ließen sich nicht erhärten, egal wieviel Geld in Gutachten investiert wurde. An ein paar Stellen, an denen IGL Neuland betreten hatte, erscheint eine Änderung jedoch sinnvoll, sodass gar nicht erst gerichtlich geprüft werden muss, ob die Gewerkschaftsfähigkeit der IGL trägt (z.B. das Konstrukt sowohl individuelle Mitgliedschaften als auch Mitgliedschaften bestehender Gewerkschaften zuzulassen). Die Satzungsänderung trägt so zur Rechtssicherheit der IGL bei und stärkt uns auf dem eingeschlagenen Weg an die Tariftische unserer Branche.

 

Ausblick:

Sobald die Satzung eingetragen ist, finden (je nach Bearbeitungszeit des Vereinsregisters) schnellstmöglich weitere Versammlungen statt, um die einzelnen Bereiche zu gründen. Eine Einladung zu Euren jeweiligen Versammlungen geht Euch mit entsprechendem Vorlauf ebenfalls per Mail zu.

Viele Grüße

Nicoley Baublies (Vorsitzender des Vorstands)
Siegfried Trissler (ehem. Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands)

Es wird Zeit für richtige Tarifverhandlungen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der ver.di-Abschluss zum Lufthansa Konzerntarif vom vergangenen Monat dürfte dem Arbeitgeber wie ein Geschenk vorkommen, gerade den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LHT gibt er jedoch - mehr noch als allen anderen - vor allem Rätsel auf.

Ungeachtet dessen, dass keinerlei Zusagen zur Absicherung der sozialen Standards und schon gar nicht irgendeine Art der Arbeits- oder Zukunftssicherung vereinbart wurden, ist es auch nicht nachzuvollziehen, wieso gerade bei der LHT ein Einheitsbetrag zum Zuge kommt. Laut ver.di war das der „Mitgliederwille.“ Wobei man sich fragen muss: Welche Mitglieder? Oder auch: Wie viele Mitglieder?


Die Aufforderung zur Verhandlungsteilnahme der IGL wurde vom Arbeitgeber abgelehnt

Eine ver.di, die ohne Mandat am Tariftisch sitzt und verhandelt, auf der einen Seite, TGL/IGL mit der Mehrheit der Mitglieder, die von den Tarifverhandlungen ferngehalten wird, auf der anderen Seite. Aber die „machen ja nichts“. Oder?

Doch. Wir hatten den Arbeitgeber bereits im letzten Herbst zu Verhandlungen aufgefordert und werden dies in den nächsten Tagen erneut tun. Wir werden den Fokus darauf legen, einen Abschluss zu erwirken, der eine tatsächliche Erhöhung des Nettolohns mit sich bringt. Eine Laufzeit von 33 Monaten ist nicht zu vertreten. Eine überproportionale Anhebung der unteren Lohngruppen ist durchaus löblich, darf aber nicht mit einem Reallohnverlust der restlichen Belegschaft finanziert werden.


Wir fordern eine echte Reallohnerhöhung und eine Laufzeit von 12 Monaten

Dramatisch wird es, wenn man sich die Laufzeit genauer ansieht. In Zeiten, wo die Zukunft nie rosiger ausgesehen hat, ist es nicht nachvollziehbar, wieso auf einem derart niedrigen Niveau für fast drei Jahre abgeschlossen wurde. ver.di ist sich ihrer Schwäche und des Umstandes, dass die Arbeitgeber diese schamlos ausnutzen, nur zu bewusst und will so lange wie möglich keine Tarifverhandlungen mehr führen (müssen). Von uns aus gerne, am besten nie wieder.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ ist die Devise der ver.di im öffentlichen Dienst. Warum ist sie das nicht auch bei der Lufthansa gewesen? Ganz einfach: weil ver.di im öffentlichen Dienst die Experten sind. Aber eben nicht im Luftverkehr. Da ist es nun mal die IGL und für die Technik zusammen mit der TGL.


Wir fordern den Arbeitgeber erneut zu Tarifverhandlungen auf

Wir werden dem Arbeitgeber jetzt mit einem weiteren Schreiben mitteilen, dass wir den ver.di-Abschluss für uns nicht akzeptieren. Und das nicht nur deswegen, weil er von einer Gewerkschaft verhandelt wurde, die nicht das Mandat hat, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Technik zu sprechen.


Wir fordern eine echte Teilhabe am Unternehmenserfolg

Im Kern geht es darum, dass die Technik-Mitarbeiter mit diffusen Drohszenarien und dem Schüren von Arbeitsplatzängsten letztlich um den Erfolg ihrer Arbeit gebracht werden. Eine echte Teilhabe am Unternehmenserfolg und eine langfristige Absicherung unserer Arbeitsplätze – nicht nur der Quantität, sondern auch der Qualität! – ist trotz sich verändernder Rahmenbedingungen möglich. Aber eben nicht durch permanente Gefälligkeitsabschlüsse à la ver.di.


Wir brauchen euch jetzt

Wir rechnen stark damit, dass der Arbeitgeber unsere Aufforderung zu echten Tarifverhandlungen dankend ablehnen wird. Mit der IGL will er (noch) nicht verhandeln. Wir werden dann unter Beweis stellen müssen, dass die große Mehrheit der Technikbelegschaft künftig von uns vertreten werden möchte.

Hierzu sind Maßnahmen in Vorbereitung, bei denen wir auf die Unterstützung jedes Einzelnen von Euch angewiesen sind. Alles Weitere demnächst.

Eure TGL und IGL

Wechseln war noch nie so richtig wie jetzt:
Gemeinsam wieder etwas bewegen


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Situation für unsere Lufthanseaten ist noch schlechter als befürchtet: Die Konzerntarifrunde zwischen Lufthansa und ver.di ist beendet - und es ist trotz der vielen drängenden Themen tatsächlich bei einer reinen Geldrunde geblieben. Diese ist auch noch so schlecht ausgefallen, dass dieser Abschluss Reallohnverlust trotz Tabellensteigerung bedeutet.

Hier die wichtigsten Fakten:

  • Der garantierte Betrag der Steigerung von 4,8% auf 33 Monate sind durchschnittlich 1,75% Gehaltsplus bis 30.09.2020 pro Jahr.
  • Die Inflationsrate lag 2017 bei 1,8%; Tendenz für die kommenden Jahre ist nicht fallend
  • 1,2% weitere Steigerung hängen vom Ergebnis des jeweiligen Geschäftsfelds ab
  • Die Übernahmegarantie für Azubis wurde verlängert
  • Die MTV-Klammer bleibt erhalten


Vergütungserhöhungen unter der Inflationsrate abzuschließen und dann auch noch einen variablen Teil dranzuhängen ist nicht nachvollziehbar, schon gar nicht im Rekordjahr Nummer 4 in Folge.

Eine Übernahmegarantie für Azubis ist bei andauerndem Personalmangel und Unterbesetzung auch keine Erfolgsmeldung. Gleiches gilt für den Erhalt der MTV-Klammer. Dazu kommt, dass selbst das Lohnplus nicht bei allen ankommt. Bei Lufthansa Technik wurde ein Sockelbetrag vereinbart, der für die überwiegende Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen den Gehaltszuwachs deutlich unter 1,75% abfallen lässt. Unverändert gibt es keine Absicherungen gegen Auslagerungen, Leiharbeit bleibt bestehen, befristete Verträge sind weiter die Regel, die Absenkungen der Vergangenheit wurden trotz Rekorden nicht zurückgeführt.

Nach und nach werden die Arbeitsbedingungen also in solch einer Art angepasst, wie es der Geschäftsleitung genehm ist. Dieser Abschluss ist ein gutes Beispiel dafür. VC und UFO haben vorgemacht wie es anders geht: Mit langen Tarifkonflikten und harten Arbeitskämpfen. Das ist zwar für niemanden schön, doch die Arbeitgeber und allen voran Lufthansa reagieren nur noch unter Druck, um zu einer Lösung im Sinne der Beschäftigten zu kommen. Von alleine und ohne Demonstration von Stärke und Geschlossenheit ist das mittlerweile leider ausgeschlossen.

Diesen Druck kann ver.di offensichtlich nicht mehr machen. Es wäre so viel mehr drin gewesen, man hätte es nur durchsetzen müssen. Auch außerhalb des Luftverkehrs scheint das so zu sein, das haben die Kollegen der IG Metall gezeigt. Es ist also noch möglich die eigenen Ziele nicht nur hoch zu setzen, sondern auch zu erreichen.

Wer nicht mehr möchte, dass solche Abschlüsse für ihn oder sie gemacht werden, der muss sich in einer Gewerkschaft organisieren. Nur so kann ein Wechsel eingeleitet werden. Wir wollen ein starkes Gegengewicht zu den Arbeitgebern und zu ver.di sein, um in Rekordzeiten wieder mehr als Reallohnverlust zu erreichen.


Wie schnell ein solcher Wechsel passiert, hängt von der Mächtigkeit der IGL ab.
Mit einer geschlossenen organisierten Kollegenschaft geht so etwas.

Nutzt Eure Chancen in der IGL: Wir sind eine junge Gewerkschaft mit starken Partnerorganisationen und Kooperationspartnern wie TGL, UFO oder GdF. Wir starten also nicht bei null und können sowohl auf Expertise als auch auf bestehende Netzwerke zurückgreifen.

Sobald genügend Mitglieder da sind, können wir unsere Themen für jeden Bereich durchsetzen. In den Bereichen wo wir bereits organisiert sind, beraten wir mit unseren Gremien das weitere Vorgehen und welche Themen mal wieder in diesem Abschluss fehlen. Mit genügend Mächtigkeit werden wir diese Inhalte auch streitig durchsetzen können und nicht länger von außen kritisieren.

Denn: Klar geht das anders!

Eure IGL

Newsletter Januar 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es stehen große Projekte an: Betriebsratswahlen, Konzerntarifrunden bei Lufthansa und Fraport, Aufsichtsratswahlen bei Fraport, Fortgang der Verhandlungen bei der ehemaligen airberlin Technik und sicher noch vieles mehr von dem wir heute noch nichts wissen. Im Folgenden geben wir Euch einen kurzen Überblick mit weiteren Informationen. Solltet Ihr Fragen dazu haben oder mit uns ins Gespräch dazu kommen wollen, sind wir für Euch jederzeit per Mail, Telefon und Facebook erreichbar.

Die Themen im Überblick:
  • • Rekorde bei Fraport
  • • Mitgliederversammlung Kabine und Technik
  • • Betriebsratswahlen
  • • Gemeinsame Liste von GdF und IGL bei den Fraport-Aufsichtsratswahlen
  • • Aufsichtsratswahlen Lufthansa
  • • Konzerntarifrunde Lufthansa
  • • Quo vadis Air Berlin Technik
  • • Gründung einer Arbeitsgruppe für Arbeitsschutz an Flughäfen
  • • Neue Mitglieder im Januar 2018


Rekorde bei Fraport
Fraport meldete in der vergangenen Woche einen Rekord an Passagierzahlen. Dieses Wachstum ist unter anderem nur deshalb möglich gewesen, weil Ryanair seit dem vergangenem Jahr Verbindungen ab Frankfurt am Main anbietet. Allerdings heißen mehr Passagiere nicht gleichzeitig mehr Einnahmen. Gerade Wachstum durch Ryanair bedeutet, dass mehr Arbeit für weniger Geld durch noch weniger Kolleginnen und Kollegen zu erledigen ist. Fraport nennt das Rekord, wir nennen das Abwärtsspirale. 2018 steht für Fraport eine Tarifrunde an. Die tariflichen Entwicklungen am größten deutschen Drehkreuz werden uns also 2018 begleiten. Wie es weitergeht, erfahrt Ihr natürlich von uns.


Mitgliederversammlung Kabine und Technik
Am 24.01.2018 findet die Mitgliedsversammlung unserer Mitgliedsgewerkschaft UFO statt. Wir werden vor Ort sein und mit den Kolleginnen und Kollegen Fragen rund um unsere gemeinsame Organisation IGL diskutieren. Wir sind sehr gespannt auf die Impulse und Eindrücke aus der Versammlung der Kabine und werden anhand dessen unsere Vorgehensweise für das kommende Jahr 2018 bestimmen.

Bereits im Dezember hatte unsere Partnerorganisation TGL ihre Mitgliederversammlung. Auch dort waren wir zu Gast und haben mit den Kolleginnen und Kollegen aus den luftfahrttechnischen Betrieben deren Fragen und Ziele rund um IGL diskutiert.


Betriebsratswahlen
Im Frühjahr stehen in Deutschland wieder Betriebsratswahlen an. Wir unterstützen Kolleginnen und Kollegen aktiv im Wahlkampf, um so auch auf betrieblicher Ebene als Gegengewicht zum Arbeitgeber aufzutreten. In der anstehenden Kampagne unterstützen wir bei den Wahlen der Lufthansa Technik die Liste TGL/IGL, bei Fraport die Liste FAG-IGL und bei FraSec ist es eine reine IGL-Liste.

Haltet also in den kommenden Wochen Ausschau nach unseren Plakaten und Kandidaten. Mit zwei von unseren Kandidaten haben wir gesprochen:


Drei Fragen an Muhammet-Ali Balci, IGL-Mitglied und Betriebsrat bei Fraport


Ali, Du tritts dieses Jahr zum ersten Mal für IGL bei den Aufsichtsratswahlen der Fraport an. Warum?

Ich trete dieses Jahr erstmalig an, weil das Aufsichtsrats-Gremium wichtige und weitreichende Entscheidungen trifft. Als aktives IGL-Mitglied möchte ich bei diesen konzernübergreifenden Entscheidungen zu Gunsten unserer Kolleginnen und Kollegen mitbestimmen.

Ali, wenn Du morgen Michael Müller als Fraport Arbeitsdirektor ablösen würdest, was würdest Du am Fraport ändern?

Als Arbeitsdirektor würde ich gerne das Zugehörigkeitsgefühl der Beschäftigten stärken und ihnen Zukunftsperspektiven schaffen. Dazu Robert Bosch: "Ich habe nicht viel Geld, weil ich viel verdiene. Ich habe viel Geld, weil ich meine Mitarbeiter gut bezahle!"

Ali, am Frankfurter Flughafen gibt es seltsame Vergütungsmodelle. Beispiel: Vier Arbeiter stehen an einer Rampe, machen dieselbe Arbeit und erhalten vier unterschiedlichen Gehälter. Wie könnte das verändert werden?

Wir müssen das Vergütungsmodell in einem einzigen Tarifvertrag zusammentragen und dafür sorgen, dass "gleiche Arbeit mit gleichem Lohn" vergütet wird, egal für welche Firma und an welchem Ort jemand tätig ist.


Drei Fragen an Jürgen Baumann, IGL-Mitglied, TGL-Mitglied und Betriebsrat Lufthansa Technik

Jürgen, Du hast Dich für eine TGL/IGL-Doppelmitgliedschaft entschieden. Warum?

Um gegenüber der Arbeitgeberseite erfolgreich auftreten zu können, brauchen wir eine schlagkräftige und spezialisierte Gewerkschaft für den Industriebereich Luftverkehr. Nur sie kann unsere Interessen qualifiziert und mit dem nötigen Druck vertreten.

Jürgen, wenn Du sofort drei Verbesserungen für Techniker einführen könntest – was würdest Du verbessern?

Ein eigener Tarifvertrag mit der LHT würde für uns Techniker die wohl größte Verbesserung bringen. Darüber hinaus hätte die Übernahme aller ehemaligen Azubis der LHT, eine beschleunigte Bearbeitung von Verbesserungsvorschlägen sowie eine Überholung der Sanitäranlagen in den Produktionsbereichen und den Nebenwerkstätten Priorität für mich als Betriebsrat.

Jürgen, Euer Wahlkampf beginnt in zwei Wochen. Was habt Ihr geplant?

Zunächst einmal gehen wir natürlich aktiv auf die Kollegen zu, um zu erfahren, was sie bewegt. Außerdem wird es eine Sonderausgabe des TGL/IGL Logbooks, Flyer sowie Aufsteller unserer BR-Kandidaten geben.


Die genauen Wahlzeiten werden wir noch entsprechend den Betrieben kommunizieren.


Gemeinsame Liste von GdF und IGL bei Fraport Aufsichtsratswahl

Fraport wählt im März einen neuen Aufsichtsrat. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Kollegen der GdF eine gemeinsame Kandidatenliste für die Gewerkschaftssitze im Aufsichtsrat machen werden. Doch auch bei den Arbeitnehmerlisten und zur Delegiertenwahl treten wir in Kooperationen an. IGL wird also präsent sein bei der kommenden Wahl.

Sollten die Begriffe Gewerkschaftsliste, Arbeitnehmerliste und Delegierte fremd für Euch sein, könnt Ihr auf unserer Facebook-Seite "Wahlen im Luftverkehr" und unter www.triff-deine-wahl.de Informationen zum Wahlsystem und allgemein zur Aufsichtsratswahl finden.


Aufsichtsratswahl Lufthansa

Die Delegiertenwahl bei Lufthansa geht in die finale Phase. Wir sind mit einem Konzernbündnis mit UFO, TGL, AGiL und IGL angetreten. Nachdem ver.di und VC eine gemeinsame Kandidatenliste für die Gewerkschaftssitze aufstellten, sind wir das einzige konzernübergreifende Angebot für eine geschlossene Vertretung auf der Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat der Lufthansa. Solltet Ihr noch nicht gewählt haben: Macht Euer Kreuz, denn jede Stimme zählt.


Konzerntarifrunde Lufthansa

Nach wie vor deuten alle Zeichen auf einen simplen Gehaltsabschluss zwischen ver.di und Lufthansa. Noch immer fehlt jedwede Absicherung und Perspektive im andauernden Konzernumbau. Wir halten es für kurzsichtig, nur ein paar Prozent auf die Tabelle zu geben und die Tarifverträge wieder zu schließen. Wir sind nicht an einen Abschluss der ver.di gebunden und im Zweifel muss das Management zur Verhandlung gezwungen werden. Wir werden nach einem Abschluss zwischen ver.di und Lufthansa deren Ergebnis bewerten und das weitere Vorgehen diskutieren. Es bleibt also spannend und wir werden voraussichtlich für unsere Interessen kämpfen müssen.


Quo vadis airberlin Technik

Teile der ehemaligen airberlin Technik sind durch ein Bieterkonsortium von Nayak und Zeitfracht übernommen worden. Ver.di hat einen Fortführungstarifvertrag abgeschlossen, der die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen teilweise deutlich verschlechtert. Wir selbst hatten den Erwerbern ein Eckpunktpapier übersandt, das durch ver.di zuverlässig unterschossen wurde.

Auch hier sind wir in der komfortablen Situation, dass uns die Vereinbarungen von ver.di nicht binden. Obendrein sind wir unangefochtene Mehrheitsgewerkschaft im Betrieb. Wir werden weiterhin mit unseren Gremien an unseren Inhalten arbeiten und auf einen Abschluss drängen, der auch die Dinge reparieren wird, die ver.di in ihrem Fortführungstarifvertrag einfach vergessen hat.


Gründung einer Arbeitsgruppe für Arbeitsschutz an Flughäfen

Ende vergangenen Jahres haben wir eine Arbeitsgruppe für Arbeitsschutzthemen an Flughäfen gegründet. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Klaus Urban zum Sprecher gewählt. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Themen rund um den Arbeitsplatz am Flughafen und erarbeitet Verbesserungsbedarf, weist aber genauso auf Missstände hin und trägt diese auch an die Arbeitgeber heran. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich jederzeit bei uns unter info@igl.aero melden.


Neue Mitglieder im Januar 2018
Zum Schluss noch in eigener Sache: Wir freuen uns im Januar viele neue Mitglieder zu begrüßen. Das ist ein toller Start ins neue Jahr und wir werden daran arbeiten, dass es so weitergeht.

Dazu haben wir Matthias Höfer, Betriebsrat in Kassel und IGL-Mitglied, drei Fragen gestellt:

Matthias, warum hast Du Dich für die IGL entschieden?

IGL ist die Gewerkschaft für den Luftverkehr und bietet die meisten Chancen, um die Interessen möglichst vieler Kolleginnen und Kollegen am Airport zu vertreten.

Matthias, welche Herausforderungen geht Ihr in Kassel gerade an?

Wir wollen möglichst viele Mitglieder gewinnen, um mit dem Arbeitgeber einen Tarifvertrag für die Beschäftigten auszuhandeln.

Matthias, wie siehst Du die Zukunft des Flughafens in Kassel?

Nach einem missglückten Start trotz pünktlicher Eröffnung im Jahr 2013 und zwei Wintersaisons ohne Verkehrsluftfahrt deutet sich mit der Airline "Sundair" eine Wende zu mehr Flugverkehr an. Seit Sommer 2017 haben wir deutlich mehr Flugverkehr. Wir Kolleginnen und Kollegen in Kassel begrüßen diese Entwicklung sehr und hoffen, dass sich die Flugbewegungen und Passagierzahlen deutlich nach oben entwickeln.

Konzerntarifrunde 2017/2018:
Jetzt schon gelaufen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten es befürchtet, jetzt ist es offiziell: Ver.di fordert wieder nur mehr Geld. Während weiter Arbeitsplätze abgebaut und Sparrunden in fast allen Betrieben gefahren werden, soll es also eine „normale“ Lohnrunde richten. Wer sich noch fragte, warum Lufthansa sich beharrlich weigert mit IGL in Verhandlungen zu treten, weiß jetzt warum: Mit anderen Verhandlungspartnern ist es einfacher.

Rekordgewinn versus Absicherung

Lufthansa macht dieses Jahr wieder einmal einen Rekordgewinn. Der Weg zu diesem Rekordgewinn führte auch über herbe Einschnitte bei Vergütung und Arbeitsbedingungen. Bei LSG wurden rund 30 % Lohnkosten gesenkt, bei LH-Technik wurde vor einem Jahr die Flugzeugüberholung in Hamburg geschlossen und zusätzlich noch die Tarifbedingungen der Triebwerkswartung gekürzt. Allein LH-Technik trägt in diesem Jahr wieder rund 400 Mio. € zum Ergebnis bei. Management und Aktionäre gehen dafür mit Rekordboni und Dividende nach Hause. Ein paar Euro mehr Ergebnisbeteiligung ist nett, aber die dauerhafte Absenkung hinterlässt einen tiefen Riss. Hier wurde an keiner Stelle daran gedacht, ausreichende Absicherungen und „Rückzahlungen“ im Gegenzug für Einschnitte zu verhandeln.

Unterschiedliche Arbeits- und Tarifbedingungen innerhalb einer Beschäftigtengruppe sind bei Lufthansa heute keine Seltenheit. Dieser Zustand ist falsch. Um dies wieder zu korrigieren, braucht es allerdings die entsprechende Forderung und den Willen, dafür zu kämpfen. Beides zeigt ver.di mit ihrer Forderung nicht – dabei sind die Voraussetzungen für eine starke Verhandlungsposition selten so gut gewesen.

Insgesamt braucht es noch immer dauerhafte Lösungen im andauernden Konzernumbau. Hier geht es nicht nur um kurzfristig angelegte Vereinbarungen, wie etwa bei einem Kündigungsschutz, sondern langfristige Standort- und Beschäftigungssicherungen, Absicherungen gegen Befristung oder Leiharbeit. Vor allem durch Maßnahmen, die vor einer einseitigen Absenkung von Arbeitsbedingungen schützen. VC und UFO haben vorgemacht, dass solche Vereinbarungen möglich sind. Mit einer einfachen Lohnrunde wird das ganz sicher nichts.


Vollsortimentler versus Spezialist

Die Bedürfnisse innerhalb des Konzerns könnten nicht unterschiedlicher sein. Nicht nur die Beispiele von Technik und Catering zeigen das: Etwa bei den Kolleginnen und Kollegen der LH-Cargo finden nach wie vor Maßnahmen aus einem Interessenausgleich und Sozialplan Anwendung. Zwar keine betriebsbedingten Kündigungen, aber Entwarnung wird dort auch nicht gegeben.

Zudem fliegt Eurowings bald von und nach Frankfurt. Noch vor wenigen Monaten hieß es, das sei nicht geplant. Mit der Insolvenz von airberlin hat sich das von heute auf morgen geändert. Die Situationen sind also überall anders und ständig im Wandel. Die gleiche Lösung für alle funktioniert also nicht, vor allem braucht es eine enge Begleitung der aktuellen Entwicklungen. Dem selbsternannten Vollsortimentler ver.di scheint die Detailarbeit zu viel zu sein, wir halten sie für elementar und haben uns als IGL deshalb auf unsere Branche spezialisiert - statt überall ein bisschen mitzumischen.

Klar geht das anders: Jetzt IGL-Mitglied werden und angreifen!

Um für Eure Ziele verhandeln und kämpfen zu können, brauchen wir eine noch stärkere Basis, die sich gegen diese ver.di/LH-Politik organisiert. 

Wir sind in dieser Konzernrunde noch nicht Verhandlungspartner. Im Falle eines erwartungsgemäß schlechten Ergebnisses, bist du vollwertiges Mitglied der IGL und kannst mit darüber entscheiden, wie wir weiter vorgehen wollen. Wer einen Abschluss für sich nicht akzeptieren will, muss schon aus rechtlichen Gründen Mitglied einer anderen, konkurrierenden Gewerkschaft sein. Wenn wir im LH-Konzern einen hohen Organisationsgrad erreichen, können ver.di und LH nicht ohne Eure Zustimmung die Arbeitsbedingungen diktieren.

Und so geht‘s weiter:

1. Direkt nach Abschluss der Konzernrunde werden wir mit unseren Tarifkommissionen bewerten, ob man gegen den Abschluss vorgehen muss.

2. IGL unterliegt als nicht beteiligte Gewerkschaft keiner Friedenspflicht und kann alles Nötige tun, um gegen einen schlechten Abschluss vorzugehen.

3. Ver.di hat wenig Mitglieder – mit einem guten Organisationsgrad bei IGL können wir umgehend Mehrheitsgewerkschaft werden.

4. Als Mitglied bist an allen Entscheidungen unmittelbar beteiligt und kannst mitbestimmen, wie wir vorgehen. Erst wenn wir gemeinsam entschieden haben, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht und du dabeibleiben willst, fällt die Mitgliedsgebühr bei IGL an.

Jetzt Mitglied werden: Direkt auf www.igl.aero einen Antrag ausfüllen.

Eure IGL

Jobbörse Air Berlin Technik München


Gemeinsam mit dem örtlichen Betriebsrat haben wir für den Standort München eine Jobbörse organisiert.

 

Dienstag, 14.11.2017, bis Donnerstag, 16.11.2017   9 bis 15 Uhr

 

ALLE Air-Berlin-Technik-Mitarbeiter können teilnehmen!

 

Die Unternehmen im Überblick:

ADS-Avionics

AIP-Service

AMTES

ARTS

BFFT

Bostonair

BS-Krohn

Condor Technik

Deutsche Bahn

DHL

DIS AG

DO-Professional

Elbe Flugzeugwerke

German Aircraft Maintenance (GAM)

Grob Aircraft

Haitec

Hensoldt Sensors GmbH

MTU

RUAG

Stegmann Aircraft Maintenance (SAM)

Tesla

Vanderlande Industries

VHR

AB 4evr
airberlin forever!



Liebe airberlinerinnen und airberliner,

wenn heute Abend der letzte airberlin-Flieger mit dem Callsign „AB 4evr“ (airberlin forever) in 3000 ft über Tempelhof, Alexanderplatz, Fernsehturm und Brandenburger Tor fliegt, um dann auf der Landebahn in TXL aufzusetzen, endet eine Ära. Eine Ära die maßgeblich von Euch geprägt wurde. Eine Ära, bei der es schwerfällt zu glauben, dass sie nach diesem 27. Oktober 2017 zu Ende geht.

Denn jeder von Euch hat einen gewaltigen Anteil am jahrelangen Erfolg der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft. Ob am Boden oder in der Luft, ihr seid diejenigen, die hinter der „Airline mit Herz“ stehen: Echte Persönlichkeiten, die selbst in schwierigen Situationen immer ein Lächeln auf den Lippen tragen.

Wenn heute Abend die letzten Passagiere das Flugzeug mit dem roten Heck verlassen und die Kondensstreifen verschwunden sind, bleiben nur noch Erinnerungen. Dann wird der Himmel ohne Euch ein ganzes Stück grauer sein!

Ihr, die airberlinerinnen und airberliner, werdet dennoch weltweit im Gedächtnis bleiben. Von L.A. bis Kreuzberg werden Fluggäste aus aller Herren Länder an entspannte Flüge mit Euch zurückdenken. Viele Kindheitserinnerungen sind Euch zu verdanken, wenn die ganze Familie mit Euch gemeinsam in den Urlaub gestartet ist. Ganz zu schweigen von den vielen Geschäftsterminen, die nur durch Eure innerdeutschen Verbindungen erfolgreich waren - wenn die Bahn mal wieder zu lange gebraucht hat.

„Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin“ heißt es so schön im bekannten airberlin-Song. Wir alle teilen Eure Leidenschaft, Eure Passion und stehen geschlossen hinter Euch, egal für welche Airline wir arbeiten und ganz egal wie lange wir schon unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

Und wir waren alle einst fest davon überzeugt, dass kein Sturm Euch aufhalten kann. Dass dieser Sturm nun doch mit voller Wucht über Euch gezogen ist, ist den Managern zu verdanken, die nicht in der Lage waren, Euch, die ihr die airberlin großgemacht habt, auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Schlimmer noch: Sie erhalten einen horrenden Lohn für dieses Desaster. Auch die Politik konnte den Sturm nicht aufhalten, denn sie hat es nicht geschafft, sozialverträgliche Lösungen für Euch alle zu finden!

Wir verstehen Euren Abschiedsschmerz, Eure Trauer, Eure Wut und Eure Zukunftsängste. Es gibt in dieser Situation keine richtigen Worte, doch vielleicht hilft die Lyrik ein wenig:

„Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, dem gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.“ (Reiner-Maria Rilke)

Wir wünschen Euch für Eure persönliche Zukunft alles Gute! Seid sicher, dass wir immer an Eurer Seite stehen und dafür kämpfen, dass es für Euch diese „Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte“ gibt.

Wir sind alle airberliner

Eure IGL, UFO und EurECCA

Jobbörse für Air Berlin Technik:
8 Top-Unternehmen haben sich angekündigt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben gute Nachrichten: Die Ankündigung unserer Jobbörse ist von den potentiellen Arbeitgebern extrem positiv aufgenommen worden. Es zeigt uns: Techniker sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt – und das solltet Ihr nutzen!

Acht renommierte Unternehmen haben zugesagt und werden am Montag, 16.10.2017 mit Vertretern ihrer Personalabteilungen vor Ort sein. Doch nicht nur das: Ein Unternehmen hat sogar angekündigt, bei Vorlage aller notwendigen Unterlagen und entsprechender Eignung Sofortzusagen zu machen. Also kommt vorbei und nutzt die Chance, neue Arbeitgeber kennenzulernen!

ALLE Air-Berlin-Technik-Mitarbeiter können teilnehmen – auch nicht gewerkschaftlich organisierte.

Die Unternehmen im Überblick:

  • Condor Technik
  • Haitec (13-17 Uhr)
  • Rolls Royce
  • Azur Air
  • German Aircraft Maintenance (GAM)
  • ARTS
  • Stegmann Aircraft Maintenance (SAM)
  • Bostonair

 

Was Ihr mitbringen solltet:

  • Lebenslauf
  • Lizenzkopien (CAT A, B1, B2, C), EWSI, FTS und HF Zertifikate
  • Ausbildungsnachweise, Abschlüsse der MA ohne Lizenzen

 

Zeit und Ort:

Montag, 16.10.2017   11 bis 20 Uhr – vorherige Terminvereinbarungen sind NICHT nötig

Tagungsraum Umberto Nobile
im Sheraton Düsseldorf Airport Hotel
Terminal Ring 4 in 40474 Düsseldorf

Wer aus Berlin kommen will, dem können wir eine (Mit)Fahrgelegenheit organisieren. Bitte meldet Euch bei Bedarf bei uns.

Eure IGL und TGL

Es geht um Menschen, nicht nur ums Blech: Eine Perspektive für alle Beschäftigten von Air Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Montag wird eine Entscheidung für die Zukunft der Air Berlin bekanntgeben oder wenigstens für das, was davon übrigbleiben wird. Nach wie vor gibt es keine Konzepte für die Kolleginnen und Kollegen außerhalb des Flugbetriebs. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Air Berlin Technik und aus der Verwaltung drohen hinten runterzufallen. Bereits seit Beginn des Insolvenzverfahrens erinnern wir an die Verantwortung für alle Arbeitnehmer bei Air Berlin.

Eine kürzlich ins Spiel gebrachte Auffang- oder Transfergesellschaft kann dabei nur eine Rückfalllinie sein. Wir stehen nach wie vor bereit, über eine Fortführung von Betriebsteilen wie der Technik oder der Leisure Cargo zu reden, bevor eine Transfergesellschaft überhaupt ins Gespräch kommen sollte. Insofern wundert es uns, dass der aktuelle Tarifpartner bereits in Notfallplänen und nicht in konstruktiven Konzepten zu denken scheint.

Denn mit einer Transfergesellschaft allein sind die Probleme nicht gelöst. Das Umfeld für Technikbetriebe ändert sich derzeit natürlich mit dem gesamten Luftverkehr. Immer stärker drängen die Flugzeughersteller in das Geschäft und subventionieren das Wartungs- und Überholungsgeschäft quer. Dazu kommt eine fortschreitende Auslagerung der Arbeit ins Ausland. Auch die Situation einer Condor Technik oder Lufthansa Technik ist derzeit noch unklar. Zwar stehen hier keine Insolvenzen ins Haus, doch Umstrukturierungen sind in aller Munde. Ohne ein übergreifendes Konzept kann es keine sinnvolle Lösung geben für die Zukunft der Kolleginnen und Kollegen. Deshalb müssen erstmals auch die Flugzeughersteller und andere Anbieter von Wartungs- und Überholungsdienstleistungen an den Tisch. Nur über Blech und Slots zu sprechen, reicht nicht. Nach wie vor geht es um Euch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - um Existenzen und Eure Perspektive.

Auch für Leisure Cargo sind sinnvolle Lösungen denkbar. Für das freiwerdende Angebot gibt es bereits Interessenten, wie etwa Lufthansa Cargo. Deren öffentliche Zurückhaltung ist für uns jedoch eher ein Zeichen dafür, dass man mal wieder an die Hardware, jedoch keine Zusage an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen möchte.

Für alle anderen Kolleginnen und Kollegen kann es ebenso gute Lösungen geben. Eine wachsende Eurowings braucht natürlich auch eine größere Verwaltung oder mehr Einsatzplaner. Es können sicher nicht alle im Luftverkehr untergebracht werden. Doch jetzt schon von einer Transfergesellschaft zu sprechen, ist die vorgezogene Kapitulation und eine unnötig verschenkte Chance hoch qualifiziertes Personal dort unterzubringen, wo es dringend benötigt wird. Sei es Eurowings, Lufthansa Cargo, Airbus oder wie auch immer die Käufer heißen.

Auch wenn erste Entscheidungen am kommenden Montag gefällt werden, ist es noch nicht zu spät diese sinnvollen Lösungen einzufordern. Für das fliegende Personal sind schon erste Ergebnisse bekannt oder befinden sich in Verhandlungen. Für alle weiteren Kolleginnen und Kollegen ist dies ebenfalls möglich. Daran werden wir immer wieder erinnern und sinnvolle Lösungen einfordern.

Viele Grüße
Eure IGL

Solidaritätsaktionen in Berlin und den sozialen Medien – #ichbineinairberliner

Am Freitag, den 1. September 2017, starten wir von 18 bis 21 Uhr auf dem Alexanderplatz in Berlin verschiedene Aktionen und eine Kundgebung, um unsere Solidarität mit allen Airberlinern zu erklären und ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen.

Wir wollen damit zeigen, dass hinter dem "Stück Blech" jedes Fliegers Menschen stehen, die ihrem Job mit Herzblut nachgehen. Menschen, die jetzt vor dem Nichts stehen und die bei dem nun laufenden Übernahmepoker von Politik und interessierten Airlines nicht vergessen werden dürfen. Das sollen vor allem die verschiedenen Verantwortlichen realisieren.

Deshalb brauchen wir Euch! Mitarbeiter anderer Airlines, Airberliner, Freunde von Airlinern. Kommt vorbei und ...
- lasst Euch vor Ort mit einem Air Berlin Herz ablichten!
- werdet Teil des friedlichen Flashmobs in der Namensstadt der airberlin!
- Airliner, bringt Eure Vorfeldwesten mit und zeigt Flagge!

Gemeinsam erhalten die airberlin-Mitarbeiter eine Stimme!

Organisiert die Anfahrt von den anderen Stationen und solltet Ihr Hilfe beim Transport nach Berlin benötigen, lasst es uns wissen. Wir unterstützen Euch dabei.

Damit die Aktion bekannt wird, bitten wir Euch, diese Woche Euer Facebookprofil mit der Aktion zu schmücken. In der Facebookgruppe #ichbineinairberliner findet Ihr dazu Bilder. Ändert Euer Profilbild ein paar Tage und teilt die Info über die Aktion am 01.09. mit Euren Facebookfreunden.

Für das Fotoprojekt könnt Ihr uns auch dann helfen, wenn Ihr es nicht nach Berlin schafft. Schickt uns einfach ein Selfie mit dem Air Berlin Herz an airberlinermauer@igl.aero. Eine Vorlage zum Ausdrucken, die Ihr gerne verwenden könnt, findet Ihr HIER - Ihr könnt aber auch gerne Euer eigenes Herz basteln, malen, mit den Händen zeigen oder was auch immer Euch einfällt. Wir freuen uns auf Eure Kreativität und Eure Solidarität mit den airberlin-Kollegen.

Als kleine Inspiration haben wir Euch hier ein "Beispielfoto" vorbereitet:
#ichbineinairberliner

Die eingesendeten Fotos sowie die Fotos, die wir in Berlin machen, werden auf einer Wand zusammengetragen. Wir werden dafür sorgen, dass ein Foto dieser "Airberliner Mauer" seinen Weg zu den Entscheidungsträgern nimmt, um unsere Geschlossenheit zu demonstrieren. Herr Spohr, Herr Dobrindt und Co. werden feststellen, dass wir zusammengehören und uns nicht gegeneinander ausspielen lassen.  

Auch auf Facebook hat sich mittlerweile eine große Community gebildet, die über das soziale Netzwerk ihre Anteilnahme an der aktuellen Situation aller Airberliner ausdrückt. Wir laden Euch auf diesem Weg herzlich dazu ein, ebenfalls aktiv zu werden. In der bereits erwähnten Facebookgruppe #ichbineinairberliner finden sich aus allen Airlines und Bereichen, kreative Beispiele die zeigen, wie Solidarität unter uns Airlinern aussieht. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr auch mitmacht. Postet dafür einfach die Fotos oder Videos Eurer Solidaritätsbekundungen mit dem Hashtag #ichbineinairberliner.  


Wir sind alle Airberliner! 
 
Solidarische Grüße 

Eure IGL und UFO


Nach Scheitern der EW-Schlichtung und AB-Insolvenz: Wir sitzen alle im selben Boot

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem wir Euch am Mittwoch darüber informierten, dass die EW-Schlichtung für die Eurowings-Betriebe EW-D und GWI unter Vorsitz von Klaus Wowereit gescheitert ist, möchten wir Euch heute konkreter über die Hintergründe berichten.

Es wurde hinsichtlich des gesamten Prozesses Stillschweigen vereinbart. Nachdem aber das EW-Management die Stillsgchweigevereinbarung gebrochen und aus der Schlichtung "berichtet" hat, müssen wir die aufgestellten Behauptungen widerlegen. In Mitarbeiterveröffentlichungen und in der Presse hat die Geschäftsführung von einem Abbruch durch UFO gesprochen.

Ende der Schlichtung von EW herbeigeführt

Die Aussage der Geschäftsleitung, dass WIR die Schlichtung abgebrochen hätten, ist falsch. Frei erfunden ist auch, dass man managementseitig tragfähige Lösungen angeboten hätte.

Tatsächlich war es so, dass Herr Wowereit am letzten Tag der Schlichtung ein konkretes Lösungsangebot unterbreitet hat. UFO war bereit anzunehmen, obwohl es – wie das bei Kompromissvorschlägen stets der Fall ist – nicht an allen Stellen unseren Zielvorstellungen gerecht geworden wäre.

Die Geschäftsleitung hat dagegen den Vorschlag abgelehnt, obwohl es sich dabei um einen Kompromissvorschlag am Ende eines Prozesses handelte, in welchem die Interessen beider Parteien nach Meinung des Schlichters ausreichend abgebildet waren. Durch die Ablehnung seitens EW am letzten Tag der Schlichtung ist diese automatisch gescheitert. Von einem Abbruch durch UFO kann also keine Rede sein. All dies ist protokolliert und belegbar.

Dass EW und GWI dazu übergegangen sind, die Verantwortung für das Scheitern von sich zu weisen und der UFO in die Schuhe zu schieben, stellt den Verlauf der Gespräche auf den Kopf und passt zu einer gewollten Eskalationspolitik.

Und es kommt noch schlimmer: EW war vom Schlichterteam aufgefordert, nach dem 08. August noch einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten. Der kam natürlich nicht!

Zitat aus dem Schlichtungsprotokoll:

"Nach Auffassung der Schlichter ist es Aufgabe der Arbeitgeber, die UFO wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen."

Stattdessen kam die Ankündigung der Insolvenz von airberlin und dem nun offiziell bekundeten Interesse des Lufthansa-Konzerns an der Übernahme von Teilen der airberlin. Und wenn dabei von Lufthansa-Konzern die Rede ist, ist EW gemeint.

Somit erklärt sich rückblickend das destruktive Verhalten der EW-Geschäftsleitung zum Ende der Schlichtung. Ein echtes Interesse an zukunftsfähigen Arbeitsbedingungen gab und gibt es trotz anderslautender Beteuerungen nicht. Wozu verhandeln und berechtigte Forderungen der Mitarbeiter akzeptieren, wenn klar ist, dass viele neue Mitarbeiter in Kürze auf dem Arbeitsmarkt stehen und man hofft, dass diese fast alle Bedingungen akzeptieren, die man ihnen vor die Füße wirft.

Auswirkungen der AB-Insolvenz auf die EW-Flugbetriebe

Die aktuelle Situation bei airberlin könnte also, wenn wir nicht handeln, zu konkreten Auswirkungen auf die Kollegen der Eurowings und Germanwings führen:

Aus der Insolvenz heraus hat Lufthansa die Möglichkeit, Streckenrechte, Fluggerät und vor allem Personal äußerst günstig zu "beschaffen".  Die tausenden von Arbeitslosigkeit bedrohten Kolleginnen und Kollegen bei airberlin werden letztlich, wenn keine andere Lösung erreicht wird, nur die Option haben, bei einer anderen Airline zu den Konditionen weiterzuarbeiten, die ihnen dort als Berufsanfänger angeboten werden. Das wird sicher nicht die GWI sein, ggf. nicht einmal EW-D, sondern ein neues AOC wie das vorbereitete "Aeronautics" oder auch die bereits existierende Basis der FlyNiki in DUS... Hauptsache billiger und vermeintlich wehrlos.

Kurzum: Lufthansa und Eurowings können nach der Methode "friss oder stirb" die Kolleginnen und Kollegen anheuern. Damit sehen wir uns erneut der Situation ausgeliefert, dass bestehende Tarifstrukturen innerhalb der EW Gruppe unter Druck geraten. Von den eigentlich geforderten Verbesserungen, über die wir in den letzten Jahren verhandelt haben, ganz zu schweigen.

Das Scheitern einer Schlichtung bedeutet aber nicht, dass wir uns von den geforderten Verbesserungen verabschieden. Vielmehr ist es so, dass unsere Forderungen zum MTV bzw. TV Teilzeit bei GWI und zum MTV und VTV bei EW, die wir den Arbeitgebern vor der Schlichtung übermittelt hatten, unverändert festhalten. Wir werden nicht zulassen, dass die Geschäftsleitung die gegenwärtige Situation ausnutzt. Die seit Jahren überfälligen Verbesserungen sind durch die aktuellen Ereignisse nicht weniger wichtig oder berechtigt.

Wir werden alle betroffenen Mitarbeiter in den kommenden Tagen noch einmal intensiv über die Forderungslage und die weitere Vorgehensweise informieren und auch für Fragen und Antworten vor Ort zur Verfügung stehen.

Sun Express Deutschland (SXD)

Auch die Kolleginnen und Kollegen der Sun Express können sich nicht in Sicherheit wiegen. Galten sie bisher für die EW-Langstrecke als gesetzt, ist mit der Übernahme von Teilen der Air Berlin auch hier der interne Konkurrenzkampf eröffnet. Wir müssen damit rechnen, dass man den gleichen Druck, den man jetzt auf die airberliner ausübt, bei Erfolg bei Sun Express fortsetzt. Immer der, der es noch ein bisschen billiger macht, bekommt den Zuschlag. So entsteht eine Abwärtsspirale, die am Ende nur einen Gewinner, nämlich den Arbeitgeber, und viele Verlierer kennt.

Vergegenwärtigt man sich in diesem Zusammenhang noch einmal, dass SXD nach wie vor weder tarifiert ist, noch über eine betriebliche Mitbestimmung verfügt, wird deutlich, dass die Kolleginnen und Kollegen dort sämtlichen Angriffen auf die Arbeitsbedingungen schutzlos ausgeliefert sind.

Umso wichtiger ist es eine Mitbestimmung zu etablieren.

Wir haben SXD in den vergangenen Monaten immer wieder zur Aufnahme von Verhandlungen aufgefordert. Die Geschäftsleitung hält jedoch eine Mitbestimmung für überflüssig. Man hat uns vor einigen Wochen per Brief mitgeteilt, dass die Geschäftsleitung nicht einmal bereit ist mit uns zu reden.  Die Mitarbeiter seien hoch zufrieden mit allem und würden keine Personalvertretung wollen. Das ist nicht nur grober Unfug, es handelt sich vielmehr um elementare Arbeitnehmerrechte, die den Kolleginnen und Kollegen vorenthalten werden sollen. Wir haben aus unserer wachsenden Mitgliederschar bei SXD ganz andere Rückmeldungen über Ungerechtigkeiten im Arbeitsalltag, fehlende Transparenz bei Auswahlverfahren und viele andere fragwürdige Situationen, die eine Mitbestimmung nötig machen.

Offensichtlich bedarf es hier eines deutlichen Zeichens, um die Geschäftsleitung dazu zu bewegen, allein schon Verhandlungen mit uns aufzunehmen. Das heißt im Klartext, dass auch bei Sun Express gestreikt werden kann, wenn die Geschäftsführung bei ihrer Verweigerungshaltung bleibt.

airberlin

Wir haben zu einem frühen Zeitpunkt gemahnt Absicherungen zu verhandeln, die über die airberlin selbst hinausgehen. Jetzt ist es dafür zu spät und für die Kolleginnen und Kollegen von airberlin steht natürlich ganz akut der Erhalt ihrer Arbeitsplätze im Vordergrund. Es kann nicht sein, dass diese als Spielball bzw. als Kollateralschaden auf der Strecke bleiben. Wir haben klar Position bezogen gegenüber der Eurowings-Geschäftsleitung. Diese hat gefordert, dass die UFO einfach nur zuschaut, wie Ihr, jeder für sich, ein Vertragsangebot für Berufsanfänger erhält und, so die Hoffnung der EW, auch unterschreibt. Da wird ein Spiel mit den Ängsten der Menschen gespielt.

Wir werden als UFO am Montag an der Station DUS und am Dienstag an der Station TXL persönlich vor Ort sein, um Euch über die aktuelle Situation zu informieren und uns mit Euch auszutauschen. Die Standorte und genauen Zeiten werden wir vorab gesondert mitteilen.

Weitere Informationen zum Arbeitsverhältnis in der Insolvenz findet Ihr unter folgendem Link:

https://ufo-online.aero/news/allgemeine-news-und-informationen/951-arbeitsverhaeltnis-in-der-insolvenz

Ultima ratio - wie geht es weiter?

Wir stehen wieder mal an dem Punkt, an dem wir gemeinsam gefordert sind, Stärke zu zeigen. Wenn es dem Arbeitgeber gelingt, seine Pläne für sozialen Raubbau durchzuziehen, können wir alle als Beschäftigte in diesem Konzern nur verlieren.  Wenn auch mit unterschiedlichen Themen, so sind wir alle gleichermaßen betroffen. Deshalb müssen wir umso geschlossener zusammenstehen.

Die Lufthansa Kabine hat bewiesen was durch Zusammenhalt möglich ist. Jetzt seid Ihr in den anderen Flugbetrieben dran für Eure Rechte und Absicherungen einzustehen! Wir bereiten zurzeit in allen Flugbetrieben Urabstimmungen vor und werden Euch in den nächsten Tagen und Wochen dazu weitere Details kommunizieren. Bitte prüft nochmals, ob Eure Kontaktdaten bei uns auf dem aktuellen Stand sind und teilt uns gegebenenfalls Veränderungen mit, damit Ihr auch alle Informationen zuverlässig und zeitnah erhaltet.

Wir durften von Herrn Winkelmann, den EW-Geschäftsführungen, von Herrn Spohr persönlich lesen und hören, dass man gute und faire Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter in allen Betrieben suchen möchte. Bisher schlägt sich das in der Realität nicht nieder. Neben der Option, dass mit Streiks agiert wird, sehen wir eine faire und schnelle Lösung am Verhandlungstisch in der jetzigen Situation immer noch als das richtigste an. Unsicherheiten müssen aufgelöst werden.

Wir appellieren daher an alle beteiligten Geschäftsführungen - setzen Sie diese Ankündigungen in die Realität um. Wir stehen ab sofort, auch am Wochenende für Verhandlungen zur Verfügung. Im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es jetzt über den eigenen Schatten zu springen und besonnen zu handeln. Wir glauben, dass dazu aus allen betroffenen Bereichen entscheidungsfähige Managementvertreter nötig sind, die mit uns an eine schnelle Lösung gehen. Genauso schnell wie die Verunsicherung entstanden ist, muss diese nun umfassend beseitigt werden. Wir warten auf entsprechende Anrufe, wie sie bereits vor zwei Wochen vom Schlichterteam vorgeschlagen wurden.

#unitedwestand

Eure IGL/UFO

Eurowings-Schlichtung gescheitert – Air Berlin Insolvenz – Urabstimmung bei allen betroffenen Airlines steht bevor

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das alles beherrschende Thema seit gestern ist die Insolvenz der Air Berlin. Neben den berechtigten Sorgen unserer Gäste, beschäftigt uns vor allem was dies für unsere Kollegen an Bord und Boden bedeutet.

Ebenso ist die Eurowings-Schlichtung unter Klaus Wowereit gescheitert.

Die Gründe, aus denen mit der EW-Geschäftsleitung keine Lösung erarbeitet werden konnte, liegen seit gestern umso klarer auf der Hand: Der LH-Konzern kann durch die Insolvenz der Air Berlin an billige Flugzeuge kommen und muss weder Personal, noch dessen Tarifverträge übernehmen.
Dabei gäbe es jetzt alle Möglichkeiten für einen geordneten Übergang von den Teilen der Air Berlin in die Eurowings, an denen der LH-Konzern interessiert ist.

Davon würde auch Eurowings als Marke profitieren: Mit einem sozialverträglichen Vorgehen gäbe es die Chance zu beweisen, dass eine starke Marke mit ordentlichen Sozialstandards im hart umkämpften Markt bestehen will und kann. Damit Wettbewerber wie Ryanair zu Recht außen vor bleiben.

Die Schmuddelecke, in der sich Eurowings befindet, muss verlassen werden. Nicht zuletzt wegen der Arbeitsbedingungen in Palma de Mallorca, bei Eurowings Europe in Österreich und wegen ihrem Umgang mit den Mitarbeitern der deutschen Betriebe (Germanwings und Eurowings Düsseldorf) und denen der Sun Express – hat sie ihr Abseits selbst zu verantworten. Eine starke Zweitmarke im Lufthansa-Konzern kann mit solchen Spielchen auf Dauer nicht bestehen und wird von uns nicht akzeptiert und schon gar nicht weiter begleitet.

Die Gesamtperspektive aller Kolleginnen und Kollegen, die heute schon für Eurowings fliegen, ist durch die sich überschlagenden Ereignisse extrem unsicher geworden. Um für alles Denkbare gewappnet zu sein, werden wir in den Betrieben, die für Eurowings fliegen, in den kommenden Tagen zur Urabstimmung aufrufen, um über den weiteren Weg zu entscheiden.


Der Staatskredit

Das Vorgehen der Politik war richtig. Durch ihr schnelles Handeln konnte für Air Berlin und ihre Mitarbeiter wertvolle Zeit gewonnen werden. Diese muss genutzt werden, um sozial verantwortungsvoll die Zukunft der Mitarbeiter zu gestalten. In erster Linie sind dabei die Airlines und ihre Tochterbetriebe gefragt, die bereits Interesse an Teilen der Air Berlin angemeldet haben.

Es kommt jetzt darauf an, dass alle handelnden Sozialpartner in Deutschland an einem Strang ziehen und unter Einbeziehung der Politik dafür sorgen, dass Arbeitsplätze zu vernünftigen Bedingungen für die betroffenen Menschen erhalten bleiben.

Völlig egal muss dabei sein, wer bei welcher Gewerkschaft ist und in welchem Bereich der Eurowings-"Steckerleiste" arbeitet. Die Gefahr, dass Mitarbeitergruppen gegeneinander ausgespielt werden und einzelne Eurowings-Betriebe in den Abwärtswettbewerb gegeneinander gebracht werden, ist nun keine Fiktion mehr. Es ist harte Realität.


Wie es weitergeht

Wir sind im engen Austausch mit anderen vertretenen Gewerkschaften und der Politik. Das Bild, das derzeit von der Bundesregierung gezeichnet wird, in welchem sich gemeinsam mit den Sozialpartnern um die Menschen gekümmert wird, muss von allen Stakeholdern getragen werden. Bei den beteiligten Mitarbeitern und Gewerkschaften ist dieses Ziel deutlich sichtbar. Die Regierung kann und muss dabei von den beteiligten Unternehmen verlangen, dass hier nicht nach Rechtslage entschieden, sondern sozial agiert wird.

Wir werden in den kommenden Tagen verstärkt darüber berichten, wie es weitergeht und was dies für die einzelnen Betriebe bedeutet. Mit dieser neuen Situation sind flächendeckende Arbeitskämpfe zu erwarten. Dies ist nicht nur sehr bedauerlich, sondern auch unerwartet. Wir hatten zuletzt den Eindruck gewonnen, dass es in der Beruhigung des LH-Konzerns und in der Konsolidierung des Luftverkehrs ein Mindestmaß an Einsicht gibt, dass Umwälzungen nicht gegen die Mitarbeiter durchgeführt werden können. Von dieser Hoffnung haben wir uns verabschiedet und Lösungen vor, die wir zwar für die Mitarbeiter, aber gegen die Unternehmensleitungen durchsetzen müssen.

Wir werden dazu in den nächsten Tagen weiter informieren.

Eure IGL

Airberlin: Gewerkschaftsinteresse hin, Gewerkschaftsinteresse her – Jetzt geht's um Euch!

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Air Berlin-Kabine,

das Taktieren um die Flugzeuge, auf denen Ihr heute arbeitet, hat gerade seinen Höhepunkt erreicht. Aus unserer Sicht gibt es jedoch keinen Freiraum, um mit Euren Arbeitsplätzen zu "spielen".

Als IGL, der Gewerkschaft der Beschäftigten im Luftverkehr und UFO ist es unsere wichtigste und dringendste Aufgabe, uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und auf allen in Frage kommenden Ebenen dafür einzusetzen, dass Ihr im wahrsten Sinne des Wortes an Bord bleibt.

Wir stellen den Erhalt Eurer Arbeitsplätze in den Vordergrund!

Wir sind überall dort präsent und aktiv, wo wir als Tarifpartner mitgestalten. Bekanntlich ist das nicht zuletzt der Lufthansa-Konzern einschließlich der Eurowings-Gruppe. Nach allem, was sich bislang abzeichnet, ist davon auszugehen, dass ein nicht unerheblicher Teil der heutigen airberlin-Kapazitäten dorthin wandern wird. Wenn dem so ist, dann steht für uns fest: Die Perspektive für Eure Flugzeuge muss auch eine Perspektive für Euch bieten. Erste Verlautbarungen lassen jedoch befürchten, dass man einen totalen Kahlschlag Eurer Besitzstände im Sinne hat.

Für gewerkschaftliche Auseinandersetzungen ist allerdings nicht der richtige Zeitpunkt – das dürften auch die Kolleginnen und Kollegen der ver.di so sehen. Wir bieten daher an, das weitere Vorgehen untereinander abzustimmen, um gemeinsam für ein faires Ergebnis zu streiten. Mit der VC stehen wir in engem Kontakt und tauschen uns aus.

Die bisherigen Sofortmaßnahmen der Bundesregierung begrüßen wir ausdrücklich.

Unsere Erwartungen an die politischen Entscheidungsträger sind darauf ausgerichtet, im Gegenzug für die Bürgschaft sozialverträgliche Lösungen für das gesamte airberlin-Personal einzufordern. Die vermutlich unausweichliche Aufteilung des Unternehmens darf nicht dazu führen, dass am Ende die Marktteilnehmer profitieren, die für die Ausbeutung ihrer Mitarbeiter unter Umgehung von in Deutschland üblichen Sozialstandards bekannt sind.

Wir halten Euch über alle weiteren Maßnahmen auf dem Laufenden.

Eure IGL und Eure UFO

Airberlin insolvent – Überraschender Zeitpunkt trotz vorhersehbarer Entwicklung

IGL und insbesondere die für die Kabinenarbeitsplätze zuständige Mitgliedsgewerkschaft UFO sind unmittelbar in die kommende Entwicklung der Arbeitsplätze der Airberlin-Mitarbeiter eingebunden. Für IGL und UFO steht die Sicherung der Arbeitsplätze im Vordergrund.
Die Pressemitteilung der IGL zur Airberlin-Insolvenz finden Sie hier >

Die Ungewissheit hält an

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mittlerweile ist überall zu lesen und zu hören, dass Condor vor massiven Veränderungen steht, deren Auswirkungen am Ende jeden von uns – egal ob im Flugbetrieb, in der Technik oder am Boden - betreffen.

Wir, die Industriegewerkschaft Luftverkehr als berufsgruppenübergreifende Gewerkschaft, in welcher die Vertretung der Interessen der Beschäftigten im Luftverkehr gebündelt sind, und der unter anderem UFO und TGL angehören, haben nachfolgend einmal gesammelt aufgeführt, welche Punkte in diesem Zusammenhang auf Town Hall Meetings angesprochen und/oder in den Medien aufgetaucht sind:

  • Die Schließung von Stationen wird von der Geschäftsleitung nicht ausgeschlossen.
    Am Ende eines solchen Szenarios würden nur vier oder fünf Stationen erhalten bleiben.
  • Zusätzlich wird offenbar Langenstreckenprogramm ab 2018 mit Ausnahme von Chartergeschäft nur noch aus Frankfurt geflogen.
  • Ein sukzessiver Abbau der kompletten Airbusflotte und eine Verlagerung nach England wurde auf Town Hall Meetings ebenfalls ins Spiel gebracht. Dies hätte unweigerlich auch Auswirkungen auf die Technik, da es nach einer Ausflottung keinen Sinn mehr machen würde, die Checks der Airbusflotte durch die Condor durchführen zu lassen.
  • Es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass außerdem der Aufbau von Abflugstationen im Ausland geplant ist. Offenbar verspricht man sich von den günstigeren Personalkosten, z.B. in Spanien Einspareffekte, die zu Lasten der jetzigen Belegschaft gehen würde.
  • Schon in den vergangenen Jahren hat man im Bereich des Flugbetriebs versucht, das zusätzliche Flugprogramm im Sommer nicht mit eigenem Personal, sondern durch die Hereinnahme von Subchartern abzudecken. Wir erwarten, dass man dies weiter ausbaut, was im Ergebnis dazu führt, dass die Personalkapazität der Condor sich nicht mehr am Sommer-, sondern nur noch am Winterflugprogramm orientieren würde. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, steht zu befürchten, dass man als Arbeitgeber einmal mehr die Schwächsten im Auge hat, nämlich die Kolleginnen und Kollegen, die befristet beschäftigt sind.

Zwar scheut sich die Arbeitgeberseite bisher, wirklich Farbe zu bekennen, was tatsächlich geplant ist und zieht sich darauf zurück, dass abschließende Entscheidungen bisher noch nicht getroffen seien, aber es wird eben auch nichts dementiert oder ausgeschlossen.

Wirkliche Transparenz bleibt man also bisher schuldig. Hat man auf Arbeitgeberseite überhaupt eine Vorstellung, welche Angst und Verunsicherung man bei den Kollegen mit dieser Vorgehensweise schürt?
Offenbar will man hiermit die Saat dafür säen, die Vorbehalte von Belegschaft und Gewerkschaften für die angestrebten Kostensenkungen durch Mehrarbeit und weitere Nullrunden zu brechen, statt den Kollegen endlich eine langfristige Perspektive für die Condor anzubieten, die von uns und unseren Mitgliedsgewerkschaften immer wieder eingefordert wurde.

Man unterschätzt dabei bzw. nimmt billigend in Kauf, dass man den Kollegen mit einer solchen Vorgehensweise auch noch den letzten Rest an Motivation raubt.

Es darf keine Angstpolitik geben, sondern wir brauchen Ideen, wie man sich in dieser Marktsituation und in Anbetracht der im vollen Gange befindlichen Konsolidierung der Branche positionieren will, um starke Partner zu finden und für unsere Gäste weiterhin attraktiv zu sein. Nur so lässt sich die Zukunft unserer Arbeitsplätze sichern.

Damit die Taktik der Arbeitgeberseite nicht aufgeht, ist wichtiger denn je, dass sich die gesamte Belegschaft nicht vom Arbeitgeber auseinanderdividieren lässt.
Für das Prinzip „teile und herrsche“ darf sich von vorherein kein Anwendungsspielraum ergeben!

Die Belegschaft steht nicht dafür zur Verfügung, wieder einmal die Zeche für Fehlentscheidungen und zu zaghaftes Handeln des Managements zu zahlen. Stattdessen ist ein geschlossenes Auftreten aller Arbeitnehmer über alle Beschäftigtengruppen hinweg gefragt, um den Arbeitgeber dazu zu bewegen, die Mitbestimmung frühzeitig miteinzubeziehen.

Wir als IGL stehen für ein solches Vorgehen bereit und haben gegenüber allen Mitbestimmungsgremien im Bereich des Flugbetriebs die Bereitschaft und das klare Bekenntnis zu einer übergreifenden Zusammenarbeit artikuliert.

Nur gemeinsam sind wir stark!
Eure Industriegewerkschaft Luftverkehr

Grundsatzpapier der IGL
zur Situation der Luftverkehrsbranche

Der Luftverkehr ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Global betrachtet jagt ein Rekord den anderen. In Europa und Deutschland bleibt dieser Boom jedoch aus. Die Industriegewerkschaft Luftverkehr hat ein Grundsatzpapier formuliert, das einen Überblick auf die Branche bietet. Hier können Sie das Grundsatzpapier aufrufen.

Besser machen,
heißt anders machen!

Es ist an der Zeit ver.di abzulösen! Zu lange wurde ein Absenkungstarifvertrag nach dem anderen “ausgehandelt”. Die Arbeitgeber fordern zudem nur nach außen die Zusammenfassung der Interessen in einer Gewerkschaft: Denn nachdem sich die Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) im Herbst 2015 gegründet und zu Verhandlungen aufgefordert hat, wollte plötzlich keiner von uns wissen - zu gern wird weiter mit ver.di gekuschelt. Wir müssen also dafür sorgen, dass keiner mehr an uns vorbeikommt.
Ganze Bereiche und Unternehmen des Luftverkehrs sind bis heute gar nicht tarifiert: Germania, SunExpress, Ryanair, Condor Technik, Germanwings Bodenpersonal und viele mehr. Das Desinteresse von ver.di führte allein im Lufthansakonzern zur Schließung von dezentralen Stationen in Köln, Norderstedt und dem Callcenter Kassel. Am FRAport droht eine Auslagerung nach der Anderen.

Sicherheitspersonal, Schichtarbeiter, Administration, Logistik oder Catering:
Den Veränderungen der Arbeitsbedingungen dürfen wir nicht zusehen!

Wir müssen die Veränderung der Arbeitsbedingungen mit intelligenten Lösungen für alle zum Besseren führen. Notfalls auch mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.
Um unsere Ziele zu erreichen, schafft IGL für jede Berufsgruppe einen eigenen Bereich, damit engagierte Einzelpersonen und Gruppen ihre Kompetenz und Eigenständigkeit bewahren und gezielt agieren können. Betriebsräte und betriebliche Listen vor Ort werden von IGL durch Fachpersonal und Mittel unterstützt.
Wir bieten das Netzwerk, um Eure Interessen durchzusetzen und Erfolge zu erreichen. Die Arbeit einer Gewerkschaft muss für alle wieder spürbar sein.
Nicht zuletzt werden wir politische Lobbyarbeit und Gesetzesinitiativen für unsere Branche voranbringen.
Die Idee unserer Gewerkschaft geht auf erfolgreiche Spartengewerkschaften wie UFO, VC, GdF, Marburger Bund oder GdL zurück. Deshalb wird sich jede Berufsgruppe in der IGL selbst vertreten. Zudem sind wir seit dem Tag unserer Gründung tariffähig und greifen auf umfassende Erfahrungen in der Tarifpolitik des Luftverkehrs zurück.
Neben den erfahrenen UFO-Verhandlern engagieren sich ebenfalls Kollegen aus den verschiedensten Bereichen unserer Branche: Technik, Flugsicherung, Bodenverkehrsdienste, Administration und viele weitere werden folgen.
Mit dieser geballten Kompetenz können wir sicher in Richtung ver.di und Arbeitgeber sagen:
„Klar geht das anders!“

Jetzt Mitglied bei der IGL werden
und zahlreiche Mitgliedervorteile sichern:

IGL verwendet die Mitgliedsbeiträge nicht nur für gute Tarifarbeit. Wir bieten Euch auch Mitgliedervorteile an, die euch unterstützen und viel Geld sparen. Diese werden ständig erweitert und verbessert.
Der Gewerkschaftsbeitrag von 1% des Grundgehalts ist voll von der Steuer absetzbar und mit diesen Vorteilen rechnet sich die Mitgliedschaft umso mehr.
Übrigens zahlen Mitglieder mit einem Einkommen bis 1.800€ brutto für die Mitgliedschaft nur 0,5% von ihrem Bruttoeinkommen.

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Wir freuen uns, dass du IGL-Mitglied werden willst. Fülle einfach den untenstehenden Antrag aus. Es dauert nur wenige Minuten. (  • Pflichtfelder)
 
Persönliche Angaben:
Geburtsdatum:
Angaben zur Beschäftigung:
Der satzungsgemäße Beitrag der IGL beträgt 1% der Bruttogrundvergütung; bei einem monatlichen Bruttoeinkommen unter 1.800 Euro (Vollzeit) nur 0,5%.
SEPA - Lastschirftmandat:
Ich ermächtige die IGL e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der IGL e.V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Ich wurde geworben von:
Die mit diesem Beitrittsformular erhobenen personenbezogenen Daten, deren Änderungen und Ergänzungen werden ausschließlich gem. § 28 Abs. 9 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erhoben, verarbeitet und genutzt. Sie dienen dem Zweck der Begründung und Verwaltung Ihrer Mitgliedschaft. Eine Datenweitergabe an Dritte erfolgt ausschließlich im Rahmen dieser Zweckbestimmung und sofern und soweit diese von der IGL e.V. ermächtigt oder beauftragt worden sind und auf das Bundesdatenschutzgesetz verpflichtet wurden. Ergänzend gelten die Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes in der jeweiligen Fassung.
Beitrittserklärung:
Hiermit erkläre ich, unter Anerkennung der Satzung, meinen Beitritt zur Industriegewerkschaft Luftverkehr e.V. (IGL)